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Lektion 19

Wahrscheinlichkeit

Baumdiagramm, Kombinatorik, bedingte Wahrscheinlichkeit, Binomialverteilung
Prüfungsrelevantca. 60 Min.Adaptiver Trainer

In 30 Sekunden

Wie oft musst du würfeln, damit mit 99 % Sicherheit eine Sechs dabei ist? Es sind 26 Würfe, viel mehr, als die meisten schätzen.

1/65/66keine 6

Jeder Wurf ist ein Ast, an dem seine Wahrscheinlichkeit steht.

Nach dieser Lektion

  • Du modellierst mehrstufige Experimente mit Baumdiagrammen.

  • Du rechnest «mindestens einmal» über das Gegenereignis.

  • Du arbeitest mit Vierfeldertafeln, bedingter Wahrscheinlichkeit und Unabhängigkeit.

An der Prüfung: Baumdiagramm, bedingte Wahrscheinlichkeit und Binomialverteilung gehören zum Kern der Stochastik.

Schritt 2

Entdecken

Verschieb die Regler und löse die Aufträge. Achte darauf, was sich im Bild ändert; die Formel zeigt dir, warum.

51015202530354020406080100Versuche n%95 %42,1 %

: Wahrscheinlichkeit, : Chance pro Versuch, : Anzahl Versuche.

Noch unter : Die ersten Versuche bringen am meisten.

Beispiele

16,7%

57,9%

42,1%

  • Noch unter : Die ersten Versuche bringen am meisten.

: Wahrscheinlichkeit, : Chance pro Versuch, : Anzahl Versuche.

Aufträge

0 von 3 geschafft

  • Würfel (): Stell das kleinste mit über ein.

    (offen)
  • Würfel (): Stell das kleinste mit über ein.

    (offen)
  • Münze (): Kleinstes für mehr als Chance auf Kopf?

    (offen)
Entdecke:

«Mindestens einmal» rechnest du über das Gegenereignis: . Warum steigt die Kurve erst steil und dann flach?

Schritt 3

Verstehen

Das Wichtigste auf einen Blick.

1Pfadregeln

  • Entlang eines Pfads wird multipliziert.
  • Mehrere Pfade zum Ziel werden addiert.
  • Ohne Zurücklegen ändern sich die Brüche in Stufe 2.
1. Zug2. Zugp₁p₃p₄p₂p₅p₆rotrotblaublaurotblau

Zwei Züge: An jedem Ast steht seine Wahrscheinlichkeit.

MerkePfad: mal. Pfade: plus.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Pfadregeln», Schritt 4

2Gegenereignis

  • «Nie» ist leichter zu berechnen als «mindestens einmal».
alle Möglichkeiten = 100 %

Versuche: alle Möglichkeiten zusammen sind .

MerkeMindestens einmal = 1 minus nie.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Gegenereignis», Schritt 4

3Binomialformel

  • Versuche, jeder mit Trefferchance . ist die Anzahl Treffer.
  • (« über », kein Spaltenvektor!) zählt die Pfade mit genau Treffern.
  • Rechnen: Taste nCr oder mit : .
012345k = Anzahl Treffer

Jeder Balken ist ein Wert von , seine Höhe ist .

MerkeGleiches , unabhängige Versuche.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Binomialformel», Schritt 4

4Bedingte Wahrscheinlichkeit

  • : Wie wahrscheinlich ist , wenn schon sicher ist?
  • : und treten beide ein.
  • Unabhängig: .
Bnicht BSummeAnicht ASummeP(A∩B)P(A)P(B)1

Vierfeldertafel: alle Wahrscheinlichkeiten auf einen Blick.

MerkeDie Grundmenge ist , nicht alles.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Bedingte Wahrscheinlichkeit», Schritt 4

Schritt 4

Musterbeispiele

Zu jeder Karte aus «Verstehen» ein Beispiel. Deck Schritt für Schritt auf und überlege dir jeden Schritt zuerst selbst.

Musterbeispiel

In einer Urne liegen 4 rote und 6 blaue Kugeln. Du ziehst zwei Kugeln ohne Zurücklegen. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass (a) beide rot sind, (b) sie verschiedenfarbig sind, (c) mindestens eine rot ist?

1. Zug2. Zug4/103/96/96/104/95/9rotrotblaublaurotblau

Urne: 4 rot, 6 blau. Zwei Züge ohne Zurücklegen.

Tippe oder wische auf der Grafik für den nächsten Schritt.

  1. 1

    Baumdiagramm

    Überlege zuerst selbst: Wie würdest du diesen Schritt machen?

  2. 2

    (a) beide rot

    …

  3. 3

    (b) verschiedenfarbig

    …

  4. 4

    (c) mindestens eine rot

    …

Typische Fehler

  • ✗

    Wahrscheinlichkeiten von Versuchen addieren statt das Gegenereignis zu nutzen.

  • ✗

    Bei «verschiedenfarbig» nur einen der beiden Pfade zählen.

  • ✗

    Bei bedingter Wahrscheinlichkeit durch die falsche Grundmenge teilen.

Prüfungstipp

Schreib bei jeder Teilaufgabe das Ereignis in Worten auf, bevor du rechnest («Ereignis E: mindestens eine 6»). Das bringt Klarheit und macht deinen Lösungsweg bei der Korrektur sichtbar.

Schritt 5

Üben

Unendlich viele Aufgaben. Nach drei richtigen in Folge wird es schwerer, bei Fehlern wieder leichter. Hinweise bekommst du schrittweise, nicht sofort die ganze Lösung.

Schritt 6

Prüfungsniveau

Aufgaben mit mehreren Teilaufgaben und Punkten, aufgebaut wie an einer Abschlussprüfung. Du siehst sie mit einem kostenlosen Konto.

Hilfsmittel: Hilfsmittel legt deine Schule fest. Üben: Formelsammlung erlaubt, Taschenrechner nur, wo die Aufgabe es sagt.

2 Aufgaben auf Prüfungsniveau

  • Glücksrad
  • Medizinischer Test (bedingte Wahrscheinlichkeit)

Mit einem Gratis-Konto siehst du die Aufgaben. Lösungswege gibt es im Abo.

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Schritt 7

Selbstcheck: Wie sicher bist du?

Sei ehrlich zu dir. Nur so zeigen wir dir, was du als Nächstes üben solltest.

  • Du modellierst mehrstufige Experimente mit Baumdiagrammen.

  • Du rechnest «mindestens einmal» über das Gegenereignis.

  • Du arbeitest mit Vierfeldertafeln, bedingter Wahrscheinlichkeit und Unabhängigkeit.

Dein Stand bei «Wahrscheinlichkeit»

0 %

0 von 3 Lernzielen eingeschätzt

Tippe bei jedem Lernziel an, wie sicher du dich fühlst. Dann siehst du hier, was du noch tun kannst.

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Schritt 8

Hängst du irgendwo fest?

Du lernst nicht allein. Frag uns direkt: Eine Lehrperson antwortet meist innert 24 Stunden. Oder stell deine Frage auf die Themenwand der Live-Fragestunde (jeden zweiten Samstag, 10:00 Uhr, auf Zoom).

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