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Lektion 06

Wärmelehre

Wärmemenge, Mischtemperatur, Phasenübergänge, Gase, Ausdehnung
PhysikSehr prüfungsrelevantca. 45 Min.Adaptiver Trainer
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In 30 Sekunden

Eis schmilzt bei 0 °C, ohne wärmer zu werden: Die Energie fliesst in den Phasenübergang.

zugeführte Wärme QTemperatur T0 °C100 °C−20 °C

Eis wird erwärmt: Die Temperatur steigt.

Nach dieser Lektion

  • Du berechnest Wärmemengen aus Masse und Temperaturänderung.

  • Du bestimmst Mischtemperaturen mit der Energiebilanz.

  • Du rechnest mit Schmelz- und Verdampfungswärme.

  • Du unterscheidest Leitung, Konvektion und Strahlung und berechnest die Längenausdehnung.

An der Prüfung: Die Physik-Prüfung dauert 80 Minuten (Formelsammlung erlaubt, g = 10 m/s² zulässig). Dieses Gebiet ist in praktisch jeder Serie dabei.

Schritt 2

Entdecken

Verschieb die Regler und löse die Aufträge. Achte darauf, was sich im Bild ändert; die Formel zeigt dir, warum.

10 °C0,6 kg90 °C0,4 kgQ
102030405060708020406080100t in sT in °CTM = 42 °C

Oben: Breite = Masse, Höhe = Temperatur jetzt. Mischtemperatur . Zeitraffer: 10 s dauern 1 s.

Mehr kaltes Wasser: liegt näher bei .

Beispiele

Wärme bis jetzt

0,00kJ
0,00kJ

42,0°C

80,3kJ

50,0°C

  • Mehr kaltes Wasser: liegt näher bei .

  • In jedem Moment gilt : Was das warme Wasser abgibt, nimmt das kalte auf. Am Schluss sind es .

Oben: Breite = Masse, Höhe = Temperatur jetzt. Mischtemperatur . Zeitraffer: 10 s dauern 1 s.

Aufträge

0 von 3 geschafft

  • Mische so, dass genau 30 °C entstehen.

    (offen)
  • Stelle gleiche Massen ein, mit mindestens 70 °C Unterschied.

    (offen)
  • Nimm 80 °C oder heisser, aber mische auf unter 15 °C.

    (offen)
Entdecke:

Schau, wie sich die beiden Balken annähern: Der rote verliert so viel Fläche , wie der blaue gewinnt. Darum landen beide bei derselben Temperatur , und die liegt näher bei der grösseren Masse. Die Wärme-Balken haben eine feste Skala: voll = 210 kJ. Unten der Verlauf: Beide nähern sich (gestrichelt), zuerst schnell, dann immer langsamer; mehr Wasser braucht länger.

Schritt 3

Verstehen

Das Wichtigste auf einen Blick.

1Wärme und Temperatur

  • Temperatur misst die mittlere Bewegungsenergie der Teilchen.
  • ist die spezifische Wärmekapazität, Wasser: .
  • (Delta T): Temperaturdifferenz. Unterschied ist ein Kelvin.
5010015020025030035040020406080100120Q in kJT in °Cm

Masse Wasser: steigt gleichmässig mit .

MerkeDoppelte Masse braucht doppelt so viel Wärme.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Wärme und Temperatur», Schritt 4

2Mischtemperatur

  • Das Warme gibt so viel Wärme ab, wie das Kalte aufnimmt.
  • liegt näher bei der grösseren Masse.
  • Gilt nur für denselben Stoff (gleiches ), z. B. Wasser mit Wasser.
m₁m₂T₁T₂

Masse kalt, warm.

MerkeNie einfach den Mittelwert, wenn die Massen verschieden sind.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Mischtemperatur», Schritt 4

3Phasenübergänge

VorgangWärme pro kg
  • : Wärme pro kg für den Übergang. Dabei bleibt konstant.
zugeführte Wärme QTemperatur T0 °C100 °C

Eis von 0 °C wird zu Dampf von 100 °C.

MerkeSchmelz- und Siedewärme nie vergessen.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Phasenübergänge», Schritt 4

4Ideale Gase

CelsiusKelvin
  • Druck , Volumen , Temperatur in Kelvin.
1234567812345678910V in Lp in bar

Bei konstanter Temperatur: bleibt gleich.

MerkeGasgesetze nur mit Kelvin: Temperatur in °C plus .

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Ideale Gase», Schritt 4

5Wärmetransport und Ausdehnung

  • Leitung: durch den Stoff hindurch, Metalle leiten gut.
  • Konvektion: Wasser oder Luft strömt und trägt die Wärme mit. Strahlung: auch durchs Vakuum.
  • ist der Längenausdehnungskoeffizient, Stahl: .
20 °Cℓ₀

Ein Stab hat bei die Länge .

MerkeOhne Stoff geht nur Strahlung. Brücken und Schienen brauchen Dehnungsfugen.

Jetzt anwenden: Musterbeispiel «Wärmetransport und Ausdehnung», Schritt 4

Im Alltag

Wo dir das ausserhalb der Schule begegnet.

Duschen

1234565101520253035404550Q in MJT in °C10 °C

Wasser sind , kalt mit .

Eine Dusche braucht etwa Wasser, aufgeheizt von auf . Das sind .

Eiswürfel im Glas

20 g Eis, 0 °C

Ein Eiswürfel mit und im Getränk.

Ein Eiswürfel () braucht allein zum Schmelzen . Diese Wärme nimmt er dem Getränk weg und bleibt dabei selbst bei .

Schienen im Sommer

−10 °C: ℓ₀ = 30 m

Schiene mit bei im Winter.

Eine lange Stahlschiene erwärmt sich von im Winter auf in der Sonne. Sie wird länger: Es braucht Fugen.

Thermoskanne

Tee

Eine Flasche mit zwei Wänden, innen heisser Tee.

In der Thermoskanne bleibt Tee stundenlang heiss: Das Vakuum zwischen den zwei Wänden stoppt Leitung und Konvektion. Eine Spiegelschicht wirft die Strahlung zurück.

Schritt 4

Musterbeispiele

Zu jeder Karte aus «Verstehen» ein Beispiel. Deck Schritt für Schritt auf und überlege dir jeden Schritt zuerst selbst.

Musterbeispiel

Eine Pfanne mit Wasser von steht auf einer Herdplatte mit . Wie viel Wärme braucht es bis , und wie lange dauert das (ohne Verluste, )?

50100150200250300102030405060708090100Q in kJT in °CZiel 70 °C20 °C

Wasser starten bei , Ziel .

Tippe oder wische auf der Grafik für den nächsten Schritt.

  1. 1

    Temperaturdifferenz

    Überlege zuerst selbst: Wie würdest du diesen Schritt machen?

  2. 2

    Wärme

    …

  3. 3

    Zeit

    …

Typische Fehler

  • ✗

    Bei Gasgesetzen in °C statt in K rechnen.

  • ✗

    Den Phasenübergang (Schmelzen) vergessen.

  • ✗

    Bei der Mischung das arithmetische Mittel nehmen, obwohl die Massen verschieden sind.

Prüfungstipp

Schreib bei Wärmeaufgaben eine Energiebilanz auf: links alles, was Wärme abgibt, rechts alles, was aufnimmt. So vergisst du keinen Beitrag.

Schritt 5

Üben

Unendlich viele Aufgaben. Nach drei richtigen in Folge wird es schwerer, bei Fehlern wieder leichter. Hinweise bekommst du schrittweise, nicht sofort die ganze Lösung.

Schritt 6

Prüfungsniveau

Aufgaben mit mehreren Teilaufgaben und Punkten, aufgebaut wie in der Passerelle. Du siehst sie mit einem kostenlosen Konto.

Hilfsmittel: An der echten Prüfung erlaubt: eine Formelsammlung und ein einfacher Taschenrechner (Casio FX-82 Solar oder TI-30 ECO RS). Quelle: Schweizerische Maturitätskommission (SMK).

2 Aufgaben auf Prüfungsniveau

  • Vom Eis zum Tee
  • Eistee und Bettflasche

Mit einem Gratis-Konto siehst du die Aufgaben. Lösungswege gibt es im Abo.

Gratis-Konto erstellen

Danach: echte Prüfungen im Prüfungsarchiv.

Schritt 7

Selbstcheck: Wie sicher bist du?

Sei ehrlich zu dir. Nur so zeigen wir dir, was du als Nächstes üben solltest.

  • Du berechnest Wärmemengen aus Masse und Temperaturänderung.

  • Du bestimmst Mischtemperaturen mit der Energiebilanz.

  • Du rechnest mit Schmelz- und Verdampfungswärme.

  • Du unterscheidest Leitung, Konvektion und Strahlung und berechnest die Längenausdehnung.

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Schritt 8

Hängst du irgendwo fest?

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